Permakultur-Obstsortengarten

Optimale Obstbaumscheiben

Gesunde Rezeptideen

traditionelle Tomatensorten

Saatgut von traditionellen Gemüsesorten und Sortenraritaeten

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Im Nachfolgenden habe ich aus viele verschiedenen Quellen in jahrelanger Recherche wichtiges Wissen über Mischkultur, Fruchtfolge und geeignete Gründüngung zusammengestellt. 

 

Schutzpflanzen und Partnerpflanzen

Beipflanzungen bzw. Unterpflanzungen von Schutzpflanzen und ihre Wirkung auf Partnerpflanzen

Duft- und Wurzelausscheidungen gewisser Pflanzen halten Schädlinge und manche Krankheiten ihrer speziellen Partnerpflanzen fern, sobald sie nebeneinander gepflanzt werden. (Als Alternative kann man mit den Schutzpflanzen Kräuterbrühen ansetzen und die Partnerpflanzen damit vorbeugend gießen oder man legt Zweige davon zwischen die zu schützenden Pflanzen.)

Schutzpflanzen und ihre erfahrungsgemäßen Wirkungen auf ihre Partnerpflanzen und den Boden:

Baldrian

bei Bohnen Erbsen, Kartoffeln, Kohlarten

Basilikum

bei Gurken und Tomaten: Lockt Insekten zur Blütenbestäubung an, reduziert Mehltau.

bei Tomaten, Gurken, Kohl: Wehrt die Weiße Fliege ab.

Bienenfreund:

bei allen Pflanzen: Lockt Bienen zur Blütenbestäubung in das Beet, hält den Boden gesund, liefert Gründünger

Bohnen

bei Kohlarten, Himbeeren, Brombeeren: Ihre Wurzeln reichern den Boden mit düngendem Stickstoff an.

Bohnenkraut

bei Bohnen, auch bei Puffbohnen: Wehrt die Schwarze Bohnenlaus ab und liefert das ideale Bohnengewürz.

Borretsch

bei Gurken: Lockt Insekten zur Blütenbestäubung an, liefert gurkige Würze.

bei Kürbissen einschließlich Zucchini: Lockt Insekten zur Bestäubung an.

Brennnessel

bei Obstbäumen und Beerensträuchern, die bereits ein starkes Wurzelsystem entwickelt haben: Hält Läuse fern, liefert Material für Mulch und Jauche, fördert die allgemeine Gesundung

Dill

bei Gurke, Karotte, Kohl, Roter Rübe: Fördert ihre Keimfähigkeit, hält durch Duftstoffe Schädlinge ab, liefert das ideale Gurkengewürz.

Eberraute

bei Kohlarten: Hält durch ihre Duftstoffe Kohlweißlinge ab.

Erbsen

bei Beerensträuchern, Tomaten: Ihre Wurzeln reichern den Boden mit düngendem Stickstoff an.

Feldsalat

bei Lauch und Stangenbohnen: Wirkt durch Beschattung des Bodens wachstumsfördernd.

Gewöhnliche Schafgarbe

bei Heidelbeeren: Steigert ihre Fruchtbarkeit. 

Hafer

bei Puffbohnen: Hält die Schwarze Bohnenlaus fern.

Kapuzinerkresse

bei Obstbäumen: Hält sie frei von Läusen.

Karotte

bei Zwiebelarten und Lauch: Hält Zwiebelfliegen und Lauchmotten fern.

Kartoffel

bei Boden: Kartoffeln hinterlassen einen krümeligen Boden.

Kerbel

bei Salatarten: Vertreibt Ameisen und hält Blattläuse sowie Schnecken fern.

Knoblaucharten

bei Erdbeeren, Rosen, Salatarten, Tomaten: Tötet Bakterien und Pilze, vor allem Grauschimmel.

Kohlarten

bei Sellerie: Schutz gegen Sellerierost

bei Tomaten: Reduziert Blattflecken. 

Kren (=Meerrettich)

bei Kirsche: Wirkt gegen Monilia (Pilzerkrankung).

bei Pfirsich: Wirkt gegen Kräuselkrankheit (Pilzerkrankung).

bei Kartoffeln: Krenblätter halten Kartoffelkäfer fern.

Kresse

bei Radieschen: Erdflöhe befallen nur die Kresse, Radieschen entwickeln mehr Aroma.

bei Mairübchen: Erdflöhe befallen die Kresse und verschonen die Mairübchen.

Kornrade

Erhöht die Erntemenge und Qualität von Weizen

Kümmel

bei Kartoffeln: Intensiviert deren Geschmack.

Lauch

bei Karotte: Schutz vor der Möhrenfliege

bei Erdbeeren: Schützt vor Grauschimmel.

Lauch wirkt sich außerdem günstig auf die Bodenstruktur aus.

Lavendel

bei Rosen: Vertreibt Ameisen und verringert somit die Ausbreitung der Blattläuse.

Rainfarn

bei Beerensträuchern: Hält die Sträucher gesund, wenn man ihn öfters schneidet und das Schnittgut liegen lässt.

Rettich

bei Lauch: Hält die Lauchmotte fern.

 

Ringelblume

bei Kartoffeln: Hält Nematoden (Wurzelälchen) und Drahtwürmer fern, fördert die Bodengesundheit.

bei Kohl: Hält Nematoden (Wurzelälchen) und Drahtwürmer fern, fördert die Bodengesundheit.

bei Tomaten: Hält Nematoden (Wurzelälchen) und Drahtwürmer fern, fördert die Bodengesundheit.

Salatarten

bei Mairübchen: Hält Erdflöhe fern.

bei Radieschen: Hält Erdflöhe fern.

bei Rettich: Hält Erdflöhe fern.

Salbei

bei Kohl: Vertreibt Erdflöhe, Kohlweißlinge, Kohleulen, Kohlfliegen; dadurch keine oder zumindest weniger Raupen.

Sauerkirschen

bei Schwarzen Johannisbeeren: Halten sich gegenseitig gesund und fruchtbar.

Sellerie

bei Kohl: Schutz vor Erdflöhen, Kohlweißlingen, Kohleulen, Kohlfliegen, Raupen. Liebt Holzasche, Buchweizen macht Kali aus dem Boden verfügbar

Senf

bei Beerensträuchern und Gemüse, jedoch keinesfalls bei Kohlarten: Erhöht die Fruchtbarkeit durch Beschattung und durch das Einarbeiten seiner Blattmasse in den Boden, fördert allerdings die Kohlhernie

Süßlupinen

bei Beerensträuchern und Obstbäumen: Ihre Wurzeln reichern den Boden mit Stickstoff (Dünger!) an.

Tagetes

dienen als Köderpflanzen für Schnecken, ihr Duft hält die Weiße Fliege ab, ihre Wurzeln halten den Boden gesund, vor allem die der Patula-Arten,

bei Erdbeere: Tötet Nematoden (Wurzelälchen), hält die Weiße Fliege ab.

bei Kartoffel: Tötet Nematoden (Wurzelälchen), hält die Weiße Fliege ab.

bei Kohl: Tötet Nematoden (Wurzelälchen), hält die Weiße Fliege ab.

bei Tomate: Tötet Nematoden (Wurzelälchen), hält die Weiße Fliege ab.

Hat eine hemmende Wirkung auf viele Beikräuter, einschließlich Winde, Quecke und Giersch. Sie schwächen diese und töten sie sogar ab. Tagetes Minuta ist in dieser Hinsicht die stärkste Art.

Tomate

bei Kohl: Hält Kohlweißlinge ab. Grüne Tomaten können zusammen mit frischen Brennnesseln in eine dunkle Kiste oder Papiertüte gelegt werden. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sie so binnen 4-6 Wochen richtig gut nachreifen.

Vergissmeinnicht

bei Himbeeren: Verringert den Madenbefall durch den Himbeerkäfer.

Wermut

bei Schwarzer Johannisbeere: Schützt vor Säulchenrost. Wermut benötigt zum Gedeihen allerdings einen sonnigen Platz und sandige Erde.

bei Lauch: Vertreibt die Lauchmotte.

Wickenarten

bei Sonnenblumen: Kletternde Wicken versorgen Sonnenblumen mit Stickstoff, Sonnenblumen lockern den Boden tiefgründig.

bei Beerensträuchern: Ihre Wurzeln reichern den Boden mit Stickstoff (Dünger!) an.

Wurmfarn

bei Himbeeren: Verringert den Madenbefall durch den Himbeerkäfer.

 

Zwiebelarten

bei Erdbeere: Wirkt gegen Pilzkrankheiten und Spinnmilben.

bei Karotte: Reduziert die Möhrenfliege, wirkt gegen Pilzkrankheiten und Spinnmilben

  

FOLGLICH PASSEN BESONDERS GUT ZUSAMMEN:

  • Beerensträucher und  Bienenfreund, Gartenkresse, Knoblauchrauke, Niedrige Kapuzinerkresse, Rainfarn (wuchert), Ringelblumen, Süßlupinen, Wicken, Senf.
  • Bienenfreund und alle Pflanzen
  • Bohnenarten (sowie Dicke Bohne) und Bohnenkraut (Sommerbohnenkraut und Bergbohnenkraut), Baldrian
  • Brombeeren   und  Buschbohnen, Süßlupinen, Wicken, Senf
  • Dicke Bohne und Sommerbohnenkraut, Bergbohnenkraut, Hafer, Kartoffeln
  • Erbsen und Gerste, Senf, Baldrian
  • Erdbeeren und Knoblauch, Lauch, Niedrige Tagetes, Schalotte, Zwiebel
  • Feldsalat und Lauch, Stangenbohnen, Feuerbohnen
  • Gurken und Basilikum, Borretsch, Dill
  • Heidelbeeren und Gewöhnliche Schafgarbe
  • Himbeeren Buschbohnen, niedrige Erbsen, Ringelblumen fördern die Gesundheit, Schafgarbe fördert die Fruchtbarkeit; Farnkraut, Maiglöckchen und Vergissmeinnicht verhindern Madenbefall durch den Himbeerkäfer. Maiglöckchen unterpflanzen, machen Himbeeren gesund und ertragreich. Auch Knoblauch + Zwiebeln, Rainfarn und Melisse zwischen den Himbeeren verbessern die Gesundheit.
  • Karotte und Dill, Lauch, Schalotte, Zwiebel, Rosmarin
  • Kartoffeln und Kren (=Meerrettich), Kümmel, Ringelblume, Niedrige Tagetes, Baldrian, Puffbohnen
  • Kirsche und Kren (=Meerrettich)
  • Kohlarten und Basilikum, Dill, Eberraute, Knollensellerie, Ringelblume, Salbei, Stangensellerie, Niedrige Tagetes, Tomate, Koriander, Kümmel, Rosmarin gegen Kohlweißling
  • Kürbisarten (einschließlich Zucchini) und Borretsch
  • Laucharten und Feldsalat, Sommerrettich, Wermut, Winterrettich
  • Mairübchen und Kerbel, Salatarten
  • Obstbäume (sofern sie bereits ein großes Wurzelsystem entwickelt haben)  und Brennnessel, Kapuzinerkresse, ansonsten: Bienenfreund, Borretsch
  • Pfirsich und Kren (=Meerrettich), Sonnenblume
  • Radieschen und Gartenkresse, Kerbel, Salatarten
  • Rettiche und Kerbel, Lauch, Salatarten
  • Rosenarten und Knoblauch, Lavendel, Salbei, Lavendel, Rosenmeister, Frauenmantel, Pfefferminze, Büschelschön, Ringelblume, Tulpen, Thymian, Weinraute
  • Rote Rübe und Dill, Buschbohnen
  • Salatarten und Kerbel, Knoblauch,
  • Schwarze Johannisbeere (auf sonnigem Standort) und Wermut
  • Sonnenblumen und Wicken
  • Stangenbohnen (einschließlich Feuerbohnen) und Feldsalat, Sommerbohnenkraut, Bergbohnenkraut
  • Tomaten und Basilikum, Knoblauch, Kohlarten, Niedrige Tagetes, Ringelblume,
  • Topinambur und Stangenbohnen, Büschelschön, Buchweizen, Wicken
  • Zwiebelarten und Erdbeere, Karotte, Majoran

Quelle: wildfind

 

Mischkultur und Unterpflanzungen im Obstgarten – Obstbäume

Unter Obstbäumen grünt und blüht es. Die Baumscheibe, der wichtigste Teil für die Baumpflege, sollte mit einer gesund haltenden, lebendigen Bodendecke oder einer Nährstoff spendenden Grün- düngung eingesät werden. Zusätzlich können Blumenzwiebeln auf ihr verwildern und bestimmte Schattenstauden gepflanzt werden. So bietet sich auch im Obstgarten das ganze Jahr ein buntes Bild. Insekten werden angezogen, was für die Bestäubung wichtig ist und die Gesundheit der Bäume wird gefördert. Mit bestimmten Pflanzenkombinationen kann ganz gezielt auf wunde Punkte eingegangen werden, bestimmte andere Pflanzen haben auf der Baumscheibe oder in der Nähe der Obstbäume nichts zu suchen. Dazu zählen Beerensträucher, die einen ähnlichen Nährstoffbedarf haben, Wermut, welcher wachstumshemmend wirkt und Nadelbäume, die einen sauren Boden hinterlassen.

Gesunde Unterpflanzungen auf der Baumscheibe

Für eine lebendige Bodendecke kann man käufliche Mischungen, Steinklee, Spinat, Senf, Kapuzinerkresse oder Wildkräuter benutzen. Auf jeder Baumscheibe sollten ein paar Brennnesseln stehen. Sie helfen, genau wie Kapuzinerkresse, gegen Blattläuse, werden von Ameisen gemieden und stärken die Baumwurzeln. Brennnesseln helfen auch bei Mehltau und Pilzbefall auf Pflanzen. Wächst die Brennnessel in der Nachbarschaft von Heilkräutern, bilden diese mehr ätherische Öle.

Kamille, Tagetes und Ringelblume wirken gegen Nematoden, nicht rankende Kapuzinerkresse und Ringelblumen gegen Blutläuse. Allgemein gesundheitsfördernd sind Pfefferminze, Melisse und Meerrettich. Um ganz allgemein Schädlinge fern zuhalten, sollten Obstbäume mit Gamander, Witwenblume, Sterndolde und Fetthenne bepflanzt werden. Beinwell fördert das Wachstum durch seine Wurzelausscheidungen. In die Nähe gesetzte Tompinamburpflanzen halten als Köderpflanzen die Wühlmäuse von den Obstbäumen fern. Andere Mäuse stehen nicht sonderlich auf Kapuzinerkresse, Knoblauch, Pfefferminz und Tagetes. Meerrettich zu Steinobst gepflanzt soll die Kräuselkrankheit und Monilia verhindern.

 

Attraktive Mischkultur unter Obstbäumen

Grundsätzlich sind für diese Bepflanzungen Stauden oder Sommerblumen geeignet, die schattenverträglich sind. Das gilt für Akelei, Astilbe, Bergenie, Bleiwurz, Efeublättriges Alpenveilchen, Elfenblume, Frauenmantel, Gemswurz, Goldnessel, Immergrün, Kaukasusvergissmeinnicht, Maiglöckchen, Nieswurz, Pyrenäenstorchschnabel, Schaumblüte, Storchschnabel, Veilchen, Waldmeister, Waldsteinie. Auch alle Frühlingsblumen und Zwiebelblumen, die Insekten zur Bestäubung anziehen, fühlen sich unter Bäumen wohl. Besonders günstig sind Winterling und Schneeglöckchen.

Nachbarpflanzen für bestimmte Obstsorten

  • Apfel – er mag die Nachbarschaft von Eisenhut und Veilchen. Kapuzinerkresse vertreibt den Apfelblattsauger, Knoblauch und Schnittlauch helfen gegen Schorf. Löwenzahn hemmt die Blattchlorose von Äpfeln. Fingerhut verbessert Lagerqualität
  • Birne – sie profitiert von Fingerhut, Taubnessel, Geranie, Schneeglöckchen, Gundelrebe, Fingerhut und Löwenzahn. Letzterer hilft auch hier gegen die Blattchlorose. Ungünstige Nachbarn sind Salbei, Wachholder und Himbeere.
  • Kirsche – Kirsche mag Waldmeister, Kresse, Schnittlauch und Löwenzahn. Gegen die Narren- oder Taschenkrankheit an Steinobst hilft Knoblauch. Maiglöckchen verhindern Monila und der Rote Fingerhut stoppt Gummifluss. Immergrün wirkt sich ungünstig auf Kirschen aus.
  • Mirabelle – sie sollte nicht in unmittelbarer Nähe von Kirschen angepflanzt werden. Die Mirabelle mag Zwiebel, Knoblauch, Senf, Geranie und Klee.
  • Pfirsich – er profitiert von Knoblauch, welcher zusammen mit nicht rankender Kapuzinerkresse gegen die Kräuselkrankheit wirkt. Zusammen mit Gründüngung hemmt er auch Bakterienbrand.
  • Pflaume und Zwetschge – günstig wirken sich Knoblauch, Lerchensporn, Scharbockskraut, Phacelia, Melde und Feldsalat aus.
  • Quitte – neben den schon angeführten Nadelbäumen, Wermut und Beerensträuchern, sollte man auch die Nachbarschaft von Salbei meiden. Förderlich sind dagegen Taubnessel, Phacelia, Löwenzahn und Melde.
  • Aprikose – sie nimmt eine Sonderstellung ein, denn sie soll einen Abstand von 6m zu anderen Obstgehölzen einhalten. Salbei als Unterpflanzung ist tabu. Ansonsten mag sie Pfefferminze, Melisse, Ringelblume und Kapuzinerkresse.
  • Wein – günstig wirken Büschelschön, Ringelblume, Mohn, Ölrettich, Senf, Nussbaum, Lupine, Klee, Winterroggen, Melisse, Liebstöckel, Pfefferminze

Quellen: Marie-Luise Kreuter, Der Biogarten, BLV München , € 29,90

Christa Weinrich OSB Abtei Fulda, Mischkultur im Hobbygarten, Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008

 

Walnuss hemmt die Keimung vieler Pflanzen (Allelopathie), außer Buschwindröschen, Brombeeren und Gräsern (Poa pratensis) und unterdrückt das Wachstum anderer Pflanzen.

Allelopathie.pdf

Zusammenstellung Gründüngerpflanzen

Schlüssel zu den unten benutzten, durch Schrägstriche getrennten Zahlenkombinationen:

Aussaatzeit/ Saatmenge g-qm/ Abfriertemperatur/ Wurzeltiefe/ Bodenart

  • Abfriertemperatur: mit Vlies sinken die Abfrier-Temperaturen noch um einige Grade
  • Die Wurzeltiefe ist in cm angegeben, sie gilt nur unter optimalen Voraussetzungen
  • Bodenart: 1: alle Böden, 2: sandig, leicht, 3: sauer, 4: leicht-mittelschwer, 5: kalkhaltig; evt. mit nachfolgenden weiteren Qualitätsmerkmalen

Nicht frostharte Gründüngerpflanzen:

  1. Bienenfreund Phacelia tanacetifolia, Raublattgewächse. Unterdrückt Wildkräuter. Nitratfänger. Flachwurzler mit vielen feinen Wurzeln. Wächst rasch. Überträgt keine Krankheiten. Für alle Gemüsekulturen möglich. Nachfrucht für Bohnen und Erbsen, gegen deren Fußkrankheiten. Auch für Schattenlagen. Gute Bienen- u. Insektenweide. Bindet Bodenpartikel. 4-9/ 3-5/ -8/ 80/ 1, nicht nasskalt.
  2. Buchweizen Fagopyrum spec., Fagopyrum esculentum, Knöterichgewächse. Breitwürfig aussäen, er keimt innerhalb von 3 - 5 Tagen und wächst rasch, unterdrückt Wildkräuter, auch Quecken. Die hohlen Stängel durchlüften den Boden. Friert leicht ab, nur mit Rhabarber verwandt. Vor allem für Gemüsekulturen möglich. Bienenweide. Grünfutter für Haustiere. Tiefwurzelnd. Düngung erhöht Kornausbeute. 4-8/ 10/ -/80/ 3 moorig, leicht, trocken, sandig, nicht schwer + kalkreich.
  3. Gelbsenf Sinapis alba oder auch Weißer Senf, Kreuzblütler. Keimt und wächst sehr rasch. Nicht vor oder nach anderen Kreuzblütlern Kohl, Kresse, Rauke, Radies, Raps, (Meer-)Rettich. Pfahlwurzel, große Wurzelmasse, macht den Boden locker. Bekämpft Nematoden bei Rüben- und Gänsefußgewächsen. Die Senföle beeinflussen das Bakterien- und Pilzleben im Boden positiv. Lockt Aurora- und Resedafalter an bei Aussaat bis Juli. 3-9/ 3-5/ -8/ 150/ 1. Nicht für Gemüsebeete.
  4. Lupine, blau, weiß. Hülsenfrüchtler. Gründünger in Nachkultur. Verträgt Trockenheit. Stickstoffsammler. Für neue Böden und im Küstenklima. Einjährig. Pfahlwurzel bis 1,5 m. Lupinen fördern das Wachstum von Weizen, indem sie Nährstoffe aus der Tiefe weitergeben. Viel Grünmasse, duftend, 60 cm hoch. 4-8/ 20/ -4/ 300/ 3 leicht, mittelschwer-schwer, auch mit hohem pH-Wert.
  5. Lupinus lutens. Lupine, gelb. Lupinus angustifolius. Hülsenfrüchtler. Gründünger in Nachkultur. Futterpflanze mit viel Grünmasse, duftend. Bis 60 cm hoch. Stickstoffsammler, lockert den Boden auf, tiefwurzelnd. Für nährstoffarme Böden. Schnellwachsend, unterdrückt Wildkräuter. 4-8/ 20/ -4/ 300/ 2+3. Sammelt Stickstoff aus der Luft, nicht vor oder nach Bohnen und Erbsen.
  6. Ölrettich. Raphanus sativus ssp. oleiformes, Kreuzblütler. Bei Bodenverdichtung. Unterdrückt Wildkräuter, z.T. Quecken. Nitratfänger mit Pfahlwurzel, Lichtkeimer. Erfriert nach längerem Frost. Nicht vor oder nach anderen Kreuzblütlern anbauen, siehe Gelbsenf. 'Pegletta' (Pötschke) verbreitet die Kohlhernie nicht, bekämpft Nematoden. Lockt Bienen, Hummeln, Schwebfliegen an. 4-9/ 3-5/ - /150/ 1 außer sehr trockenen und sehr sauren Böden. Samen keimen nur im Licht, hemmt die Entwicklung von Bodenälchen.
  7. Perserklee. Trifolium resupinatum. Hülsenfrüchtler. Wächst langsam. Stickstoffsammler. Viel Wurzelmasse mit Pfahlwurzel. Vergrämt um Kohl und Rettich herum die Kohlfliege und den Kohlweißling. 4-8/ 5/ - / - /4 auch tonige, nicht sandige, trockene, nasskalte. Bienenweide. Für Baumscheiben von Beerensträuchern und Obstbäumen.
  8. Ringelblume Calendula officinalis. Korbblütler. Fördert Bodengesundheit (Nematoden), besitzt schwache Wirkung gegen Bodenälchen. Macht Erde feinkrümelig. 3-9/ 10/ - / 80/ 1 außer trockenen Böden.
  9. Seradella Ornithopus sativus. Hülsenfrüchtler. Eiweißreiche Futterpflanze. Für arme Standorte. Stickstoffsammler. 7-8/ 5-10/ 150/ 2.
  10. Sommerwicken Vicia sativa. Hülsenfrüchtler. Stickstoffsammler. Haferzusatz stützt die Wicken. 5-8/ 15 - 20/ -5/ - / 1. außer sauer. Starke Unkrautunterdrückung durch hohe Grünmassebildung. Sollte nicht vor oder nach Bohnen und Erbsen angezeigt sein.
  11. Sonnenblumen Helianthus annuus. Korbblütler. Lockern den Boden tief auf, Wurzeln 2,75 m. Wachsen rasch, bilden viel Grünmasse. Benötigen viel Wasser, tolerieren Trockenheit. Helfen Bienen und Vögeln. Nematoden finden keine Nahrung und werden dadurch vermindert. Vorteilhaft vor Erbsen, Kartoffeln und nach Erdbeeren und Kohl. Nicht vor Gurken, Paprika, Salat, Sellerie, Tomaten (Sclerotiniafäule). Bereiten den Boden vor für Wildblumenwiese (Nährstoffentzug) und Neupflanzung von Obstbäumen nach Rodung der alten. Entziehen dem Boden Schwermetall. 4-8 / 3-5/ - / 275/ 1 feucht, nährstoffreich, warm.
  12. Studenten Tagetes spec. Korbblütler. Bodengesundung, erhebliche Verminderung der Nematoden nach 4 Monaten Standzeit. Zwischen Gemüse und Rosen (bei Rosenmüdigkeit) säen, besonders zwischen Kartoffeln, Möhren, Porree und Tomaten. 4-8/ 8-10/ - / - / 1.
  13. Tatarischer Buchweizen Fagopyrum tataricum. Knöterichgewächse. Er wird bei besseren Bedingungen bis zu 2 m hoch. Der bis in den Blütenstand beblätterte Stängel bildet viel Masse.

1 Bei den heutigen, milderen Wintertemperaturen ist es nicht unbedingt sicher, dass die genannten Gründüngerpflanzen wirklich erfrieren.

 

Winterharte Gründüngerpflanzen:

  1. Deutsches Weidelgras Lolium perenne. Süßgräser. Wächst langsam, gegen Trockenheit empfindlich. Hinterlässt feinkrümeligen Boden. Vermindert Befall mit Kohlhernie und Rettichschwärze bei nachfolgenden Kulturen. 8-9/ 5/ 80/ 1.
  2. Esparsette. Onobrychis vicifolia. Hülsenfrüchtler. Verträgt Trockenheit, ist empfindlich gegen Nässe. Stickstoffsammler. Grünfutter für Haustiere. Entweder vor der Blüte abmähen oder stehen lassen für Bienen, Schwebfliegen und andere kurzflügelige Insekten. Nicht nach oder vor Bohnen und Erbsen. 3-8/ 20-30/ 5 warm, bis neutral; nicht feucht, sauer, schwer.
  3. Feldsalat Valerianella locusta. Baldriangewächse. Benötigt ausreichende Feuchtigkeit, hinterlässt feinkrümeligen Boden. Verträgt sich mit allen Gemüsen, keimt aber bei Feuchtigkeit kaum. 3-4 + 8-10/3/80/1.
  4. Inkarnatklee. Trifolium incarnatum. Hülsenfrüchtler. Wächst langsam, unterdrückt Wildkräuter. Stickstoffsammler, sammelt Stickstoff aus der Luft. Grünfutter für Haustiere. Frosthart bis -10°. Vergrämt um Kohl herum die Kohlfliege und den Kohlweißling. 5-8/ 5/ 100/ 5 mittelschwer, humos, nicht nass, schwer, moorig, trocken. Bienenweide. Nicht vor oder nach Bohnen und Erbsen.
  5. Landsberger Gemenge. Stickstoffsammler, lockert den Boden auf. Vorkultur für Kartoffeln, Gemenge und Möhren. Mischung aus 50% Inkarnatklee, 30% Zottelwicke und 20% Raygras. 8-9/ - / - /4.
  6. Luzerne. Alfalfa. Medicago sativa. Hülsenfrüchtler. Stickstoffsammler, 90 cm. Grünfutter für Haustiere. Tiefwurzelnd, Pfahlwurzel, mit vielen Faserwurzeln im oberen Bodenbereich. Sie verbessert schwere, verdichtete, kranke Böden in 2 - 3 Jahren. Hervorragend für Kompost. 3-8/ 3-5/ 500/ 5 trocken, nicht für saure und nasse. Sammelt Stickstoff aus der Luft, nicht vor oder nach Bohnen und Erbsen.
  7. (Winter-)Roggen. Secale cereale. Süßgräser. Hinterlässt feinkrümeligen Boden. Verträgt keine Trockenheit, unterdrückt Keimung anderer Pflanzen (Quecken, gelbe Rüben, Möhren, Petersilie, rote Bete) durch Ausscheidung wuchshemmender Substanzen. Gut geeignet als Vorfrucht für Bohnen, Kartoffeln, Kohl und Spargel. Große Wurzelmasse. Späteste Gründüngungspflanze. 2-11/ 15-20/ - / 1 außer schwerem oder trockenem Boden. Der Winterroggen wird von vielen Öko-Gärtnern gern verwendet, weil er mit keinem anderen Gemüse verwandt ist, außer Zuckermais.
  8. Spinat Spinacia oleracea. Fuchsschwanzgewächse. Nitratfänger. Wächst rasch. Nicht vor oder nach Gutem Heinrich, Mangold, Melde, Roter Bete und Spinat anbauen. Grünfutter für Haustiere. Verbessert das Wasserrückhaltevermögen des Humus. 2-4 + 7-9/ 5/ 80/ 1.
  9. Steinklee Melilotus spec. , weiß und gelb. Hülsenfrüchtler. Bienenfutterpflanze. Stickstoffsammler, benötigt wenig Wasser, durchlüftet den Boden. Bedeckt schnell lückenlos den Boden. Sammelt Stickstoff aus der Luft, nicht vor oder nach Bohnen und Erbsen. Pionierpflanze mit Pfahlwurzeln, samt sich leicht aus. Vertreibt Mäuse (weiß). Für Baumscheiben. Bienenweide, auch für Schwebfliegen und Bläulingsfalter. Vergrämt um Kohl herum die Kohlfliege und den Kohlweißling. 3-9/ 5-10/ 300/ 5 trocken, sandig, steinig, nicht sauer und humos. - Alle Kleearten sollten nicht zu oft hintereinander angebaut werden, weil ihre Wurzeln schädliche Stoffe absondern. Sie können sogar bei Neuaussaat die Keimung neuer Kleesamen verhindern. Andererseits werden sie von Hahnenfuß (Butterblumen) durch deren Wurzelausscheidungen behindert.
  10. Winterraps. Brassica napus. Kreuzblütlengewächse. Anbau nicht nach oder vor anderen Kreuzblütlern wegen Kohlhernie. Nachbau erst nach mehreren Jahren. Fördert Nematoden. Grünfutter für Haustiere. Bienenweide. Hat Pfahlwurzeln. 8-10/ 15-20/ 200/ 1.
  11. Winterwicke Vicia villosa. Hülsenfrüchtler. Stickstoffsammler. Große Wurzelmasse. 8-9/ 15-20/ 150/ 1 nicht für schwere Böden. Sammelt Stickstoff aus der Luft. Nicht vor oder nach Bohnen oder Erbsen. Wintergründung mit Roggen oder Weizen.

Weiterhin sind als Gründüngerpflanzen bewährt:

  • Mischung aus 20% Alexandrinerklee, 60% Hafer, 20% Perserklee, Aussaat ab 3-4, ganzjährig; geeignet als Futtermittel, Mulch, Stickstoffsammler, nicht für trockene Böden. Rasche Bodendeckung furch schnelle Jugendentwicklung. Stickstoffsammler.
  • Ackerbohne Vicia faba Hülsenfrüchtler als Vorsaat, 2 - 7, auch bei Trockenheit, Stickstoffsammler, Tiefwurzler. Auch schwere Böden. Nicht winterhart. Sie haben Pfahlwurzeln bis zu 1,5 m, zur Bodenlockerung, Stickstoffsammler. Abschneiden, wenn die Pflanzen Früchte angesetzt haben. Für nährstoffarme und trockenen Böden. 3 - 5 Aussaat.
  • Kresse Lepidium sativum Kreuzblütengewächse bildet viel Humus, schnellwachsend.
  • Platterbsen Lathyrus Hülsenfrüchtler bleiben niedrig, vertragen Trockenheit, frieren sicher ab. Für Weinbergsbegrünung.
  • Rotklee/Wiesenklee Trifolium pratense Hülsenfrüchtler ist frosthart. Mehrjährige Gründünger- und Futterpflanze mit Pfahlwurzel. Stickstoffbildend. Erhöht merklich den Gareanteil im Boden.
  • Bokharaklee Melilotus albus Hülsenfrüchtler ist gut für Tonböden, leichte Sandböden (nicht unter pH 5,5) und bei Bodenmüdigkeit. Bienenweide, wird bis 140 cm hoch. Die Pfahlwurzel kann bis zu 5 m lang werden, sie durchbricht Pflugsohle und Steinbildungen. Getreide, Hackfrüchte und Obstbäume gedeihen danach besser. Als Randbepflanzung auf den Obstbaumscheiben wehrt der Bokharaklee Wühlmäuse ab. Das bittere Cumarin wird von den Milchkühen und anderen Tieren oft nicht gern gefressen, frisches Kraut nehmen sie aber nach Eingewöhnung an. Die Nährstoffe kommen denen der Luzerne gleich. Die Pflanze ist zweijährig. Aussaat im zeitigen Frühjahr, 250 g/100 qm.
  • Borretsch Borago officinalis Raublattgewächse durchwurzelt den Boden tief. Bienenweide.
  • Quirlmalve Malva verticillata Malvaceae. Gründüngung mit viel Blattmasse und starker Pfahlwurzel zur Bodenlockerung. Sie friert im Winter ab. Wurde über Jahrhunderte als Futterpflanze genutzt. Die Pflanzen können bei früher Saat bis 2 m hoch werden.
  • Rauweizen Triticum turgidum Süßgräser. Sie ist eine fast verschollene Art, die wesentlich üppiger ist als die heute bekannten Weizen. Rauweizen ist winterhart und entlastet die Fruchtfolge. Überwinternde Gründüngung sollte vier Wochen vor der nächsten Kultur eingearbeitet werden, damit sie sich im Boden noch umsetzen kann.
  • Sommerwicke/Hafergemenge, 7 - 8, der Hafer stützt die Wicken. Stickstoffsammler. Für alle Böden, außer sauren. Frostfest bis -5°.
  • Kornrade Agrostemma githago Nelkengewächse, einjährig, ist nicht mit Nutzpflanzen verwandt und kann überall Einsatz finden. Ihre Wurzeln scheiden schädliche Saponine aus, die Nematoden vernichten.
  • Auch Dinkel Triticum spelta Süßgräser (Winter) und Flachs Linum usitatissimum Leingewächse (Sommer) bilden schnellen Bodenschutz.

 

Praktische Gründüngungsvorschläge:

  • Frühjahr: kurzdauernd Ackerbohne, Phacelia, Senf, Spinat.
  • Frühjahr/Sommer: Ackerbohne, Alexandrinerklee (1/2-1 Jahr), Erbsen-Wicken-Hafer-Gemenge, Hafer, Perserklee, Phacelia, Rotenburger Combigemenge, Senf, Spinat.
  • Sommer/Herbst: Als Nachfrucht Lupinen, Ölrettich, Phacelia, Platterbsen, Senf, Sommerwicken evt. + Hafer.
  • Herbst: Überwinterungsdüngung mit Landsberger Gemenge, Winterraps, Winterrüben, Winterroggen, Zottelwicke (evt. + Roggen).

Verdichteter Boden:

Dafür eignen sich Pflanzen mit tief eindringenden Pfahlwurzeln: Ackerbohne, Bokharaklee, Borretsch, Gelbsenf, Landsberger Gemenge, Lupine, Luzerne, Ölrettich, Perserklee, Puffbohne, Quirlmalve, Rotklee, Sonnenblumen, Steinklee, Winterraps.

 

Quelle: http://www.bio-gaertner.de

 

 

Zusammengestellt von:

Andreas König
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